Samstag, 16. Januar 2016

Ellen Sommer - Voll erwischt

*** Rezension 129 ***




DANKE an Ellen Sommer für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar!


Autor: Ellen Sommer
Titel: Voll erwischt
Verlag: Ellen Sommer Verlag
ISBN: 9783000517006
Seiten: 241
Preis: 7,96€
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2015


Klappentext:
Die 17-jährige Lille zieht aus Bayern zu ihrer Grossmutter nach Wuppertal. In der neuen Schule findet sie schnell Anschluss an eine lebenslustige Handballer-Clique, zu der auch der Mädchenschwarm Chris gehört. Er hatte in der Vergangenheit einen schweren Motorradunfall, über den er ungern redet.
Lille, die Geheimnisse nicht ausstehen kann, fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen.
Aus guten Gründen setzt ihre Oma alles dran, dass aus der Lovestory zwischen Chris und Lille nichts wird. Das nimmt Lille natürlich nicht so einfach hin. Der Auftakt zu einem turbulenten Herbst.

Meine Meinung:
Ich bin durch Silences Bücherwelt auf dieses Buch aufmerksam geworden. Mich hat das Cover sofort angesprochen - dafür eine ganze Tasche. Da auch der Klappentext mich überzeugt hat, habe ich dieses Buch bei der Autorin angefragt und mich sehr gefreut, als es dann tatsächlich bei mir ankam.
Die Geschichte finde ich ansprechend. Interessant wurde die Geschichte nicht zuletzt dadurch, dass sie aus mehreren Perspektiven erzählt wurde und fast ohne Wiederholungen auskam. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Ende sehr unerwartet war und dem Buch einen mystischen Hauch gegeben hat. Ich mag das sehr. Allerdings finde ich, dass die Autorin mehr daraus hätte machen können. Ich habe an mehreren Stellen gedacht, dass ein Thema das aufgekommen ist in der Geschichte auch hätte weiterverfolgt werden können. Ich fand zum Beispiel, dass der Motorradunfall eine viel zu kleine Rolle gespielt hat, auch dafür, dass er sogar im Klappentext erwähnt wird. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Protagonistin mehr nachhakt. Das Selbe an einer Stelle an der das Thema Missbrauch aufkam. Ich hatte das Gefühl, dass es so abgetan wurde und dann nicht mehr richtig thematisiert wurde. Schade. Daher für die Geschichte eine halbe Tasche.
Für den Schreibstil vergebe ich eine halbe Tasche, da es eigentlich gut zu lesen war aber formale Fehler den Lesefluss unterbrochen haben. So wurde zum Beispiel mehrfach der Text mitten im Satz durch ein Absatz unterbrochen. Das war sehr verwirrend, weil ich dann erst dachte, dass ein Teil des Satzes fehlt. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass der Satz zwei Linien tiefer weiter geht, dennoch hat es gestört.
Emotionen kamen bei mir leider keine an. Keine Tasche dafür.
Für den Gesamteindruck vergebe ich eine halbe Tasche, da ich das Buch gerne gelesen habe und ich es im Nachhinein wieder lesen würde, allerdings stören mich persönlich die bereits erwähnten formalen Fehler. Auch das die Gedanken aussehen wie wörtliche Rede, hat meinen guten Eindruck etwas geschmälert.
Insgesamt aber auf jeden Fall Lesenswert!

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